Schreiben

„Writing and reading is to me synonymous with existing.“
Gertrude Stein

KREATIVES SCHREIBEN

Der Begriff Kreatives Schreiben stammt aus dem englischen „creative writing“. Im Anglo-amerikanischen Sprachraum tauchte diese Schreibpraxis erstmals am Ende des 19. Jahrhunderts auf als praktische Schreiberfahrung von Studierenden der Literaturwissenschaft. In den USA gibt es eine lange Tradition des Kreativen Schreibens an Universitäten und Schulen. Im deutschsprachigen Raum wurden diese Konzepte erst später verbreitet. Seit geraumer Zeit boomen Schreibwerkstätten und Workshops für Kreatives Schreiben auch hierzulande. Die Methode des Kreativen Schreibens an sich als spielerischer, schöpferischer Umgang mit Sprache reicht jedoch bis in die Antike zurück v.a. im kreativen Sprachspiel, ebenso im Barock und später fand das kreative Sprachspiel seinen Ausdruck in der künstlerschen Arbeit der Avantgarde wieder.

Kreatives Schreiben umfasst das Schreibspiel (Kombinatorik, Sprache als Regelwerk), den therapeutischen Ansatz (Autobiografisches Arbeiten), die Verankerung in der schulischen Didaktik, sowie die Praxis des Schreibens in unterschiedlichen Gattungen bis zur Wissenschaft. Der schöpferische Umgang mit Sprache ist auch Teil jedes literarischen Arbeitens. Die Ansätze des Kreativen Schreibens sind vielfältig (Methodenpluralismus), wobei häufig das Schreiben als Selbstausdruck (bis zur Poesietherapie) und zur Förderung der Kreativität sowie der Entfaltung der Persönlichkeit im Sinne innerer Freiheit im Vordergrund stehen. Gleichzeitig liefern Werkzeuge bzw. Schreibimpulse des Kreativen Schreibens einen guten Ausgangsort für die Textproduktion (Samples, Fragmente etc.) und ihre Weiterarbeit.

WARUM WORKSHOPS FÜR KREATIVES SCHREIBEN?

Jeder Mensch ist kreativ. Jeder hat ein ungeahntes Potential kreativen Ausdrucks. Bei den meisten Menschen sind kreativer Ausdruck, kreatives Denken und kreative Gestaltungs-/Handlungsräume jedoch durch mangelnde eigene Wertschätzung oder negative Bewertungen der eigenen Talente und des eigenen Schaffens durch Äußerungen in der persönlichen Umgebung (Eltern, Lehrer*innen, Kolleg*innen, Freunde, „Neider*innen“ etc.) beeinträchtigt, entmutigt oder verletzt – im Grunde also aber „nur“ blockiert oder verschüttet.

Da (freies) Leben der Ausdruck purer Kreativität ist und durch kreative Prozesse überhaupt erst möglich wird, sind wir Menschen alle in der Lage unaufhörlich zu erschaffen und zu wachsen. Leben ist Kreativität. Ohne zu erschaffen, „verarmen“ oder „sterben“ Menschen innerlich. Ein ziel- und urteilsfreier Weg schöpferischen Seins und Tuns – schreibend, malend, an Kollagen arbeitend, tanzend, oder auch in anderen Ausdrucksformen arbeitend – kann verschüttete Ressourcen lockern bzw. sie wieder aus der Reserve locken. Und damit neue kreative Räume öffnen, die das Leben im Allgemeinen inspirieren können.

Kreative Workshops sind Einladungen für schöpferisches und achtsames Sein und Tun. Sie liefern inspirierendes Wissen, kraftvolle Impulse und die Begeisterung für kreatives Schreiben und Schaffen – in einem wertschätzenden und geschützten Rahmen. Die Benefits kreativer Erfahrungsräume wirken in alle Lebensbereiche hinein: Die Zunahme kreativer Energie und Freude, die Förderung des allgemeinen Wohlbefindens und das wachsende Gefühl innerer Freiheit für ein leichtes lustvolles, achtsames und freies Sein.

METHODEN, WERZEUGE, FORMEN KREATIVEN SCHREIBENS (Auswahl)

Schreibimpulse, Bilder/ Malereien/ Fotografien, Zitate, Aphorismen, freewriting, Morgenseiten, Personal Essay, Memoir, mindmapping, clustering, log, transmediale und performative Textarbeiten, feedback etc.

NEBENWIRKUNGEN KREATIVEN SCHREIBENS

Den eigenen Schreibfluss finden. Öffnen. Freilassen.
Die innere Stimme hören und eintunen.
Den inneren Zensor in den Urlaub schicken.
Stärkung durch die Schreibgruppe erfahren.
Neue Ressourcen freimachen.
Mehr Kreativität im Alltag leben.
Blockaden und Stress abbauen.
Wachsendes Gefühl innerer Freiheit.
„Heilen“ von belastenden Erfahrungen.
Loslassen.

ZITATE zum SCHREIBEN und KREATIVEN SCHAFFEN

„If the communication is perfect, the words have life, and that is all there is to good writing, putting down on the paper words which dance and weep and make love and fight and kiss and perform miracles.“
Gertrude Stein

„Write hard and clear about what hurts.“
Ernest Hemingway

„There is nothing to writing.
All you have to do is sit down at a typewriter and bleed.“

Ernest Hemingway

„The first draft of anything is shit.“
Ernest Hemingway

„Keine Tränen beim Autor, keine Tränen beim Leser.
Keine Überraschung für den Autor, keine Überraschung für den Leser.“
Robert Frost

„Sag mir nicht, dass der Mond scheint,
zeig mir den Glanz von Licht auf zerbrochenem Glas.“
Anton Tschechow

„Dies ist das unendliche Recht des Subjekts,
dass es sich selbst in seiner Tätigkeit und Arbeit befriedigt findet.“
G.W.F. Hegel

„Die Seele wird traurig in ihrem tiefsten Inneren,
wenn sie den Auftrag, den sie ahnt, nicht erfüllen darf.“
K.H. Röder

„Wahre Freiheit stellt sich ein,
wenn wir unserem von Natur aus guten Herzen folgen.“
Jack Kornfield